Der Faire Handel
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- Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 15. Dezember 2010 19:57
- Geschrieben von Sylvia Mauch
Als Fairer Handel (Fair Trade) wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem die Erzeugerpreise für die gehandelten Produkte üblicherweise über dem Weltmarktpreis angesetzt weden. Damit soll den Produzenten ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. In der Produktion sollen außerdem internationale Umwelt-und Sozialstandards eingehalten werden.
Die Fairhandelsbewegung konzentriert sich vorwiegend auf Waren, die aus Entwicklungsländern in Industrieländer exportiert werden. Fairer Handel umfasst landwirtschaftliche Erzeugnisse wie beispielsweise Kaffee, Tee, Kakao, Wein, Reis, Zucker, Mangos, Ananas, Baumwolle etc.. Es werden aber auch Produkte des traditionellen Handwerks und der Industrie angeboten und diese Idee weitet sich zunehmend auf neue Bereiche wie den Tourismus aus.
Fairtrade Produkte werden in Weltläden, Naturkostläden, sowie in Supermärkten, Drogeriemärkten und in der Gastronomie angeboten.
Fair-Trade-Siegel
Ein Fair-Trade-Siegel kennzeichnet Güter, die aus Fairem Handel stammen. Die Vergabe des Fair-Trade-Siegels ist an eine Reihe von Kriterien geknüpft, die von der Fairtrade Labelling Organisations International (FLO) in Bonn entwickelt und festgelegt werden. Unter anderem zählen dazu
- der direkte Handel mit den Produzentengruppen ohne Zwischenhändler
- Vorfinanzierung
- langfristige Lieferbeziehungen
- ökologische Standards
- Zahlung eines garantierten Mindestpreises über dem Niveau der Weltmarktpreise
Die Zahlung von Mindestpreisen soll die Lebenshaltungs-und Produktionskosten der Produzenten decken. Zudem muss eine Sozialprämie gezahlt werden, die ökonomische und soziale Entwicklungsprojekte ermöglicht. Ziel ist es, benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter sowie ihre Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika auf ihrem Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützenn und die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fördern.















